In der Schweiz  basiert die Altersvorsorge auf drei Säulen. Die erste Säule betrifft die staatliche Vorsorge und funktioniert so wie bei uns nach dem Umlageverfahren. Die dritte Säule ist eine rein private freiwillige Vorsorge   (auch so wie bei uns). Speziell ist allerdings die zweite Säule. Das ist die berufliche Säule und die hat es steuerlich in sich.

Dabei werden Beiträge nach dem Kapitaldeckungsverfahren an eine vom Arbeitgeber ausgewählte berufliche Vorsorgeeinrichtung (Pensionskasse) bezahlt. Die Säule 2 besteht aus der Säule 2a (Obligatorium) und der Säule 2b (Überobligatorium). Erstere versteht sich als Mindestversicherung, in die alle Arbeitnehmer einzubeziehen sind und zweitere greift erst ab einer höheren Gehaltssumme.

Beim endgültigen Verlassen der Schweiz wird das Kapital aus dem Überobligatorium ausbezahlt (Freizügigkeitsleistung). Ein Wahlrecht, in der Pensionskasse zu verbleiben besteht nicht.

In Österreich gibt es eine Begünstigung, wonach eine Pensionsabfindung aus einer Pensionskasse zu 1/3 steuerfrei bleibt, wenn diese Abfindung auf Grund gesetzlicher oder statutenmäßiger Regelungen erfolgt.

Somit sind Austrittsleistungen aus der Schweiz als Pensionsabfindungen zu qualifizieren, die zu einem Drittel steuerfrei bleiben. Dies hat der Verwaltungsgerichtshof zuletzt im November 2018 bestätigt.